Wer an Krampfadern leidet – oder sie vorbeugen möchte – wird früher oder später mit dem Thema Kompressionsstrümpfe konfrontiert. Viele denken dabei sofort an „Omas Stützstrümpfe“, unbequem und altmodisch. Doch das ist längst überholt: Moderne Kompressionsstrümpfe sind funktional, bequem – und sehen mittlerweile richtig gut aus.
In diesem Artikel erklären wir, wann Kompression wirklich sinnvoll ist, wie man die Strümpfe richtig trägt und warum sie eine wichtige Rolle bei der Nachsorge und Prävention spielen. Ganz ohne Fachchinesisch – aber mit dem Wissen aus über 25 Jahren Venentherapie.

Kompressionsstrümpfe kommen in verschiedenen Situationen zum Einsatz – medizinisch und vorbeugend. Sie üben einen kontrollierten Druck auf die Beine aus, der von unten nach oben abnimmt. Das unterstützt den venösen Rückfluss, entlastet die Venenklappen und verhindert Blutstau in den Beinen.
Typische Einsatzbereiche:

um beginnende Venenprobleme abzufangen

zur Linderung von Symptomen wie Schwellung oder Schweregefühl

(Laser, Verödung), um den Heilungsverlauf zu optimieren

Wichtig: Für Patienten, die keine Kompressionsstrümpfe tragen möchten oder Probleme mit dem Anlegen haben, bieten wir alternative Lösungen wie z.B. den unsichtbaren VenaFilm® Folienverband.
Nach einer Laserbehandlung oder Verödung empfehlen wir, für einige Tage bis Wochen täglich Kompressionsstrümpfe zu tragen. Der genaue Zeitraum hängt von der Methode und dem individuellen Befund ab.
Warum das wichtig ist:



Meist reicht es aus, die Strümpfe für 5–14 Tage tagsüber zu tragen. In einigen Fällen empfehlen wir auch eine längere Anwendung. Aber keine Sorge – wir besprechen das mit Ihnen individuell nach der Behandlung.

Ja – besonders, wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören. Das gilt z. B. bei:
Wer regelmässig leichte Stützstrümpfe trägt (auch ohne ärztliche Verordnung), kann damit das Venenleiden deutlich hinauszögern oder sogar ganz vermeiden. Viele Modelle sehen mittlerweile wie ganz normale Feinstrumpfhosen oder Socken aus – mit dem gewissen Extra für die Gesundheit.
Jetzt Termin vereinbaren – wir beraten Sie gern.
Damit Kompressionsstrümpfe wirklich helfen, kommt es auf das richtige Tragen an. Hier ein paar Tipps:

bevor die Beine anschwellen

Das kann die Wirkung beeinträchtigen

meist bei 30–40 Grad, kein Weichspüler

idealerweise zwei bis drei Paar besitzen
Am Anfang kann das Anziehen etwas ungewohnt sein – vor allem bei stärkeren Kompressionsklassen. Spezielle Anziehhilfen oder Handschuhe erleichtern das Handling enorm.
Kompressionsstrümpfe sind kein „alter Hut“, sondern ein wirksames, modernes Hilfsmittel. Sie können Beschwerden lindern, Behandlungen unterstützen und die Venengesundheit langfristig fördern.
Ob als kurzfristige Massnahme nach einer Behandlung oder als täglicher Begleiter im Büro – gute Kompression macht den Unterschied. Lassen Sie sich von uns beraten – wir helfen Ihnen, das richtige Modell zu finden.

Es gibt vier Kompressionsklassen (KKL 1–4), je nach Schweregrad des Venenleidens:
leichte Unterstützung – ideal zur Vorbeugung oder bei leichten Beschwerden
Standard bei Krampfadern oder nach einer Behandlung
Bei ausgeprägten chronischen Venenerkrankungen (selten notwendig)
Welche Klasse für Sie geeignet ist, bestimmen wir in der Angioclinic nach ausführlicher Untersuchung.


